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☼☼ HELFERKREIS SUCHT NOCH LOTSEN! ☼☼
☼☼ Nächster Stammtisch ist am Mittwoch, 05. April 2017 um 19:30 Uhr in der KulturKreisKneipe…☼☼


ACHTUNG:
FAHRRADREPAIR NUR SAMSTAGS VON 10,00 – 12,00 UHR!!!


Helferkreis im neuen Jahr

 Organisation

Der Helferkreis benötigt für seine Asylbewerber noch weitere Helferinnen und Helfer, die sich als Lotsen um sie kümmern. Im Kern kümmern sich ca. 50 Helfer als Lotse, Sprachmittler, Unterstützer für Behörden und sonstige Angelegenheiten um die Belange der Asylbewerber. Weitere Helfer springen gelegentlich ein. Der Helferkreis braucht noch Helferinnen und Helfer die regelmäßig mit dabei sind. So würden sich die Lotsinnen/Lotsen im Pfanderling-Haus bei den überwiegend sehr jungen Asylbewerbern über zusätzliche Verstärkung freuen.

Bildung

Vor gut einem Jahr sind unsere rund 100 Asylbewerber in Haimhausen angekommen. 39 ehrenamtliche Lehrer hatten sich damals gemeldet, um den jungen Männern möglichst schnell eine erste Hilfe in Deutsch zu geben.

Von Montag bis Freitag wurden täglich vier Kurse angeboten, die Kurse waren begehrt, oft gingen uns die Stühle aus und die Teilnehmer saßen sogar auf dem Boden. Eine spannende Zeit, man wusste als ehrenamtlicher Lehrer nie genau, was einen so erwarten würde im Kurs. Wie viele würden denn kommen, aus welchen Ländern, mit welchen Voraussetzungen. Können alle lesen und schreiben?

Inzwischen sind über 80 Prozent unserer Jungs in Ausbildungen, Praktika, haben feste Jobs oder besuchen die Berufsschule und vergleichbare Einrichtungen. Somit sind die allermeisten unserer ehrenamtlichen Lehrer auch „arbeitslos“ geworden. Viele bedauern dies sehr, jedoch war es von Anfang an unser Ziel, die jungen Männer möglichst schnell in geförderte Maßnahmen bzw. in Ausbildungen und Anstellungen zu bekommen. Somit bieten wir nur noch einen einzigen Deutschkurs pro Woche an, für die Analphabeten laufen nach wie vor zwei Alphabetisierungskurse der vhs Dachau-Land. Auch hier stellen sich erste Erfolge ein, jedoch benötigt die Alphabetisierung viel Zeit und Geduld.

Für die Berufsschüler und Teilnehmer an Integrationskursen leisten ehrenamtliche Helfer viermal wöchentlich abends Hausaufgabenhilfe und unterstützen nicht nur in Deutsch sondern auch in Mathematik oder Sachkunde.

Sport

Integration beim Sport – Jugendliche des JUZ und unsere Asylbewerber machen jeweils montags und donnerstags gemeinsam Sport im „Old Gym“, der alten Sporthalle der BIS. Marius, Andi und Basti haben als Trainer viel Spaß bei Fußball und weiteren Sportarten. Ludwig Eckl, Verbindungsbetreuer

Unsere Asylbewerber in Ausbildung/Arbeit

Der Helferkreis berichtet ab jetzt in loser Folge über Ausbildung und Arbeit seiner „Jungs“ und beginnt mit Ali aus Mali.

Ali, 20-jähriger Asylbewerber, bekam im August 2016 die Möglichkeit, bei SCHMID Hebebühnen in Ottershausen über einen Einstiegsqualifizierungsvertrag seine Fähigkeiten zur Ausbildung als Mechaniker zu beweisen.  3 Woche Einsatz im Betrieb, 1 Woche Berufsschule, 3 Wochen vor Ort usw. – in diesem Rhythmus ist Ali bis ca. Ende August 2017 bei SCHMID Hebebühnen tätig.

„Sehr einsatzfreudig, pünktlich, technisch geeignet, mit seinem Charakter harmoniert er seht gut mit den Kollegen, sieht auch nicht angewiesene Arbeit.  Ali hat seit seinem Start in unserem Betrieb sehr gute Fortschritte gemacht“ – so äußern sich die Chefs Sepp, Mario und Philipp Schmid über Ali. Dies bedeutet, dass man Ali sicherlich sogar schon vor dem anvisierten Termin  1. September 2017 einen Anschluss-Lehrvertrag ausstellen wird. Damit Ali bald noch besser die deutsche Sprache beherrschen wird, übernimmt SCHMID Hebebühnen die Kosten für eine Deutschlehrerin. 

SCHMID Hebebühnen ist ein sehr sozial engagierter Betrieb, der unbedingt ein Vorbild  für andere Unternehmen ist. So treffen sich die Mitarbeiter – freilich mit  Ali – auch in privater Runde, d.h., Familienanschluss ist gewünscht.

Auf unsere Nachfrage, wie Ali seinen „Job“ findet, äußerte er sich: „Mir gefällt es sehr gut, besonders die positive Einstellung der Kollegen und die sehr netten Chefs. Ich freue mich, in den nächsten Jahren hier meine Ausbildung als Mechaniker beenden zu können.“

              

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: Karin Lübbers

 Ausbildungs-/Praktikums- und Arbeitsplätze gesucht

Für weitere unserer Asylbewerber suchen wir Ausbildungs-/Praktikums- und Arbeitsplätze wie von der  ansässigen Firma SCHMID Hebebühnen schon durchgeführt. Unsere „Jungs“ sind zum Teil seit mehr als einem Jahr in Haimhausen, besuchen Deutsch-Kurse und sind sehr an Ausbildungen in den verschiedensten Berufssparten interessiert.

Bitte melden Sie sich – am einfachsten per Mail an den Helferkrei s Haimhausen Detlef Wiese unter detlefwiese@helferkreis-haimhausen.de

Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Auch im vergangenen Monat nahmen unsere afghanischen „Jungs“ in Begleitung von Yvonne Ewert an verschiedenen Demonstrationen teil, so am 11. Februar in Augsburg, an einer der deutschlandweit initiierten Demos. Viele Bundesländern schieben mittlerweile nicht mehr nach Afghanistan ab, in Bayern hat man noch keinen Abstand davon genommen. 

Ampercussions

Im Moment machen die Ampercussions  von Januar bis März eine kurze Pause, abgesehen von der im vorigen Monatsbericht erwähnten Unterstützung der Damen-Volleyball-Mannschaft des SV Lohhof. Die „Jungs“ nutzen die Zeit für mehr Jam-Sessions im Amper Campus; so trauen sich auch weitere ABs teilzunehmen und haben nach Aussage von Leiter Bertrand Koehler sichtlich Spaß an dieser  für sie neuen „Beschäftigung“.


 

Unsere Wünsche für 2017

Nachdem jedes neues Jahr Zeit für Wünsche ist, wünscht sich der Helferkreis vor allem zwei Dinge:

  1. Wir wünschen uns, dass keiner unserer Bewohner in ein Land zurückgeschickt wird, wo er um sein Leben fürchten muss.
  2. Wir wünschen uns für alle unsere Jungs eine echte Perspektive. Am liebsten in ihrem Heimatland – aber wenn das nicht oder zur Zeit nicht geht, dann eben bei uns. Es wäre schön, wenn die Mühen der fleißigen, die sich integrieren wollen, deutsch lernen, eine Ausbildung machen und arbeiten, belohnt werden würden. Unsere Wirtschaft braucht Handwerker, Krankenpfleger, Auszubildende, usw. und in Zeiten des demographischen Wandels brauchen wir alle junge Leute, die in unsere Sozialsysteme einzahlen, wenn viele von uns in Rente gehen. Daher bitten wir alle politischen Parteien, ein Integrationsgesetz auf den Weg zu bringen, damit auch Menschen eine Chance bekommen, von denen unser Land profitieren wird.

 

 

Sportangebot ab Anfang Januar

Sport ist eine sehr positive Sache für unsere ABs – daher starteten wir ab Anfang Januar mit einem regelmäßigen Sportangebot in der Old Gym (alte Sporthalle) an der BIS.

In Zusammenarbeit mit dem SV Haimhausen, dem Zweckverband Jugendarbeit, BIS und einigen Freiwilligen können wir in offenen Kursen verschiedene Sport anbieten: montags und donnerstags werden Susanne Burkhart, Andreas Schechinger und Marius Eisenmann vom Zweckverband Jugendarbeit  noch genauer zu bestimmende Sportarten trainieren, je nach Ankündigung findet dienstags Basketball mit Melissa Bailey/BIS statt, montags Fußball mit Sebastian Lemmermöhle. An diesen Kurse, die jeweils  von 18:30 Uhr bis 20 Uhr dauern, können alle „Jungs“ vom Amper Campus und dem Pfanderling-Haus teilnehmen.


Demo 7. Januar 2017 in Augsburg

Der „Augsburger Flüchtlingsrat“ rief für Samstag, den 7. Januar, zu einer Demo mit dem Motto „Keine Abschiebungen nach Afghanistan“ auf.

Unsere afghanischen ABs mussten gar nicht erst lange überzeugt werden sich zu beteiligen, so dass wir am Dienstag bereits gemeinsam Plakate anfertigen konnten: „Afghanistan ist kein sicheres Land“, „Land ohne Menschenrechte“, „Terror und Gewalt“ und „No Deportation“.

Pünktlich um 8:30 Uhr standen am Samstag 15 Afghanen zur Abfahrt am Amper Campus bereit. Mit heißem Tee und Kuchen im Gepäck ging es los. Karin Lübbers, Monika Weingärtner, Hiltrud Frühauf und Gabi Mittmann fuhren uns zum Bahnhof nach Lohhof; von dort ging es mit S-Bahn und Zug nach Augsburg. Da wir eine Stunde zu früh am Versammlungsort in Augsburg waren, durften wir uns bei der Eiseskälte im McDonalds am Königsplatz bis zum Beginn der Demo aufhalten und wärmen. Um 12 Uhr ging es dann los: Trotz eisiger Kälte (minus 15 Grad!) fand die Demo statt. Es beteiligten sich ca. 400 afghanische Asyl bewerber und Helfer aus umliegenden Städten und Gemeinden. Nach diversen Ansprachen von ProAsyl, dem Augsburger Flüchtlingsrat und Politikern zogen wir unter Polizeischutz durch die Innenstadt. Es war eine friedliche Demonstration begleitet von afghanischer Musik, die Aufmerksamkeit und Interesse bei den Passanten geweckt hat. An zwei Orten stoppten wir und die Organisatoren informierten die anwesenden Bürger über die derzeitige Situation in Afghanistan.

Wir alle waren begeistert ein Teil der Demo zu sein und uns aktiv einzubringen. Nach zwei Stunden war alles vorbei; durchgefroren und ein wenig erschöpft ging es wieder Richtung Heimat, wo unsere Fahrerinnen schon am Bahnhof Lohhof warteten und uns zum Amper Campus zurückbrachten. Vielen lieben Dank an Karin, Monika, Hiltrud und Gabi !!!    Yvonne Ewert    

Am 12. Januar nahmen wir an einer Demo in Poing teil, wo Bundesinnenminister de Maizière einen Vortrag hielt. Die nächsten Termine sind: Mahnwache am 14.1. in München, 21. 1. In Obergünzburg sowie 4. Februar  in München.  

 


 

HELFERKREIS SUCHT NOCH LOTSEN!

Der Helferkreis Haimhausen, seit Ende September für fast 125 Asylbewerber aktiv, sucht weitere Lotsen/Innen zur Unterstützung der bereits engagierten Frauen und Männer. Bei uns betreuen immer zwei Lotsen/Innen jeweils sechs in einem Raum wohnende ABs, kümmern sich um formale Angelegenheiten und sonstige anfallende Belange.

Selbstverständlich helfen Fachleute aus anderen Gruppen (Bildung, Job, Begleitung, Freizeit) den neuen Lotsen/Innen – Zusammenarbeit wird bei uns groß geschrieben! So treffen sich die Lotsen/Innen regelmäßig, halten per Mail Kontakt untereinander und besprechen alles Anfallende.

Freilich sind wir Alle im Helferkreis Haimhausen ehrenamtlich tätig.

Bestimmt wäre dieses Engagement auch etwas für Sie! Wir würden uns sehr freuen, wenn gerade Sie dabei wären.

Bitte melden Sie sich unter info@helferkreis-haimhausen.de


Landratsamt Dachau hat eine Hausordnung für Asly-Unterkünfte erlassen!

„Selbst so simple Dinge wie Kerzen anzünden, Markisen aufhängen und Gartenstühle aufstellen ist nun in allen Asylunterkünften verboten.
Das Landratsamt hat eine Hausordnung erarbeitet. Für die Flüchtlinge dürfte das Amtsdeutsch schwer verständlich sein. Sprachlich, aber auch vom Sinn her.“

 so der Merkur am 12.3.2016 in seiner aktuellen Ausgabe. Das Landratsamt Dachau hat eine Hausordnung für Asly-Unterkünfte erlassen, die aus Sicht der Helferkreise im Landkreis quantitativ und inhaltlich so nicht anwendbar ist.

Die Süddeutsche schreibt weiter „Auch die Mitarbeiter der Asylsozialberatungsstelle der Caritas, „die ja in unserem Auftrag arbeiten“, wie Löwl sagt, sollen die Inhalte vermitteln. „
Die Caritas ist gerade mal 2 Stunden pro Woche in unserer Unterkunft, wie soll das bei 100 die verschiedensten Sprachen sprechenden Flüchtlinge kommuniziert und vermittelt werden?

Nachdem Detlef Wiese, Sprecher Orga-Team des HK Haimhausen vergeblich versucht hat beim Landratsamt eine Nachbesserung und eine Zusammenarbeit mit den Helferkreisen zu fordern, die ja die Basisarbeit machen, ist seitens des Landrats nun wenigstens zu einem Helferkreistreffen eingeladen worden, bei dem verschiedene Themen angesprochen und Kommunikationsschwieriegkeiten beseitigt werden sollen. ( Details folgen noch im nächsten Newsletter)

Die vollständigen Artikel findet ihr hier:

Münchner Merkur [bitte klicken]

Süddeutsche Zeitung [bitte klicken]

Die Hausordnung in voller Länge hier:

Hausordnung des Landratamtes [bitte klicken]


Treffen mit Unternehmern aus Haimhausen

Am 10.3. trafen sich erstmals einige Haimhauser Unternehmer mit Vertretern des Helferkreises in den Räumlichkeiten des E-Werks von Haniel.
Ziel dieses ersten kick-off Treffens war ein Kennenlernen und Brainstorming zum Thema Integration der Haimhauser Asylbewerber in die deutsche Arbeitswelt.

Es wurde besprochen ab April an jedem Mittwochvormittag jeweils 2-3 Asylbewerbern pro Unternehmen im Rahmen eines 1-3 stündigen Aufenthalts den Betrieb und mögliche Aufgaben zu zeigen. Einfache Dinge wie der Arbeitsalltag und verschiedene Tätigkeiten sollen im Vordergrund stehen.
Zum nächsten Treffen wird rechtzeitig eingeladen.

(von links nach rechts) Detlef Wiese, Gabi Mittmann, beide HK Haimhausen,
Tim Köster, G. Schindler (beide Logitex Reinstmedientechnik),
Andrea von Haniel, E-Werke Haimhausen,
Roland von Hinüber, Schmitt + Sohn Aufzüger, E. Dersch, FAIR Handelshaus

Umzug ins neue Spendenhaus Am Pfanderling 62

Mehrere „Heinzelmänner und –frauen“ packten am letzten Februar-Wochenende alle im
alten Spendenhaus in der Pfarrstrasse lagernden Sachen in mehr als 50 Kartons, Kisten und
Säcke (Foto VOR dem Umzug), die der Bauhof bis Samstag, 5. März, ins neue Spendendomizil

Am Pfanderling 62

brachte.

Dem Helferkreis stehen hier mehrere Räume im Keller, beheizbar und mit Fenstern ausgestattet,
zur Verfügung sowie drei Garagen, von denen zwei als Lagerräume für diverse Sachen und
Fahrräder, die dritte als Fahrrad-Werkstatt zu benutzen sind. Mit Unterstützung einiger
Jungs aus dem Amper-Campus wurden alle Sachspenden von Helferinnen des Sachspenden-
Teams am Samstag, 5. März, innerhalb von knapp zwei Stunden auf die Räume verteilt und
gleich in die Regale einsortiert (Foto NACH dem Umzug).

Im April startet dann die nächste Spendenannahme für Sommersachen (Spendenaufruf bitte hier klicken) .
Die Termine hierfür werden in Presse und als Aushang im Schaukasten auf dem Weg zum Amper-Campus veröffentlicht.


Lehrkräfte für Alphabetisierungskurse

um auf die gestiegene Anzahl der notwendigen Deutschsprachkurse für Asylbewerber/innen reagieren zu können, brauchen wir dringend Lehrkräfte, die die Voraussetzungen erfüllen und das Interesse haben für uns Kurse im Landkreis anzubieten. Bei Interesse lesen Sie bitte das Schreiben mit weiteren Informationen zu den Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen.
[Lehrkraftinteressierte]
Interessenten können sich sowohl bei Frau Pointner (siehe Schreiben) als auch beim Orga-Team (info@helferkreis-haimhausen.de) melden.


 

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